Dix, Otto; Der heilige Christopherus, Farblithografie

Otto Dix, "Der heilige Christopherus", original Farblithografie, 1938.

Blattgröße 105 x 91 cm; Auflage 97/100. Im Stein monogrammiert und datiert. Links unten Stempelsignatur, rechts unten 97/100 in Bleistift.

Siehe: F. Karsch, Otto Dix: Das graphische Werk, Hannover, 1970, Nr. 348, S. 303.

 

Zum Motiv: Der heilige Christopherus
Dix malte sechs Versionen des Christopherus. Christopherus war der riesenhafte Heilige, der das Jesuskind, durch einen Fluss trug. Das Kind wurde immer schwerer und eine kaum noch aushaltbare Last.

Und das Kind sagte zu dem Riesen, als sie am anderen Ufer ankamen:
„Ich bin der Heiland und wie du weißt, trägt der Heiland die Last der ganzen Welt.”

Dix ging nach der Machtergreifung der Nazis in die innere Emigration und versuchte sich in dem kleinen Dorf Hemmenhofen am Bodensee dem politischen Sturm zu entziehen. Er wand sich der Landschaftsmalerei und religiösen Motiven zu.
Zwischen 1938 und 1944 entstanden sechs in Form und Ausdruck sehr verschiedene Variationen des Motivs. Unter ihnen stellt ein im Geraer Geburtshaus des Künstlers ausgestelltes Gemälde die repräsentativste und psychologisch interessanteste Version dar. In dem Schicksalsjahr 1939, beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, nimmt Dix mit dem Motiv des Christusträgers, der das Kind durch alle Wirrnis und Gefahr sicher trägt, metaphorisch Bezug zu dem aktuellen Zeitgeschehen.
Ein weiteres Gmälde hängt in den Vatikanischen Museen in Rom.

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